Er ist gegangen.                                       


Gönnen Sie sich Zwiegespräche von Frau zu Frau.


„Sie können sich nicht vorstellen, wie das ist, wenn einem von einen Tag auf den anderen alles zerstört wird. Wie man sich fühlt, wenn keine Orientierung mehr möglich ist und keiner mehr da ist, mit dem ich über diesen - Entschuldigung - Scheißweg, der jetzt vor mir liegt, reden kann.“

Ich sitze einer Frau gegenüber und spüre, wie sehr sie getroffen sein muss, wenn sie ganz bewusst so eine ehrliche Ausdruckweise wählt. Ja, sie macht den Eindruck, dass sie ihr Leben, ihre Gefühle und ihre Pläne gut im Griff hatte und jetzt ist ihr die Basis für das alles weggebrochen. Ich kann ihre Wortwahl sehr gut verstehen.

Ob der Partner eine Neue hat, „endlich seine Freiheit“ haben will, oder ob er plötzlich meint, dass „das nicht alles gewesen sein kann“, die Fortsetzung des Gespräches in einigen Varianten und den unterschiedlichsten Details ist leider vielen Frauen aus eigener, schmerzvoller Erfahrung bekannt.

All diese Geschichten enden aber gleich. Eine Frau bleibt zurück, die sicher kein Mitleid braucht. Vielleicht Mitgefühl. Gewiss aber Verständnis und eine stabilisierende Begleitung bis zum nächsten Wegweiser. Um ein Zwiegespräch von Frau zu Frau zu vereinbaren, rufen Sie einfach im Büro an oder schreiben Sie mir direkt eine E-Mail; wir vereinbaren innerhalb von maximal einer Woche einen Gesprächstermin, da gerade in Trennungssituationen oft schnelle Hilfe notwendig ist.

Beratung in Trennungssitutationen - von Frau zu Frau.

Erste Hilfe bei Trennungen

Erwarten sie in der akuten Trennungskrise nicht von sich, dass Sie normal funktionieren. Durch die emotionale Belastung erfordert jede Aktivität mehr Kraft und Energie als gewohnt. Achten Sie auf genügend Entspannungsphasen und ausreichend Schlaf. Binden Sie Freunde und Familie in die Bewältigung von unaufschiebbaren Alltagsaufgaben ein und akzeptieren Sie, dass jetzt manche Dinge nicht so perfekt erledigt werden können, wie Sie es vielleicht gewohnt sind.

Wichtig ist es, in dieser emotionalen Ausnahmesituation keine überstürzten Entscheidungen (z.B. Hausverkauf, Kündigung) zu treffen.


Gönnen Sie sich ausreichend Zeit dafür, Ihre Emotionen ausdrücken und finden Sie einen geeigneten Weg um aufbrechende Gefühle zu verarbeiten: hilfreiche Ausdrucksformen sind beispielsweise zeichnen und malen, Tagebuch oder Briefe schreiben, sich mit guten Freundinnen aussprechen und über den Verlust trauern und weinen. Wenn Sie so tun, als ob nichts wäre und Ihre Verzweiflung, Wut und Trauer verdrängen, finden diese Gefühle oft auf einem anderen Weg z.B. in Form von psychosomatischen Erkrankungen ihren Ausdruck.
Eine gute Möglichkeit ist es auch, die eigene Wut in Bewegung (Laufen, Boxtraining, Radfahren oder auch Putzen) umzusetzen. Auf keinen Fall sollten Sie Rachegefühlen nachgeben und Ihren Partner in der Firma oder bei Freunden schlecht machen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie bei sich den übermäßigen Konsum von Alkohol, Beruhigungsmittel, Essen etc. bemerken - die Gefahr einer Suchtentwicklung ist jetzt erhöht.


Ablenkung hilft Ihnen in der schwierigen Situation ganz besonders: treffen Sie Freunde, gehen Sie ins Kino, machen Sie Sport oder gehen Sie einfach ein wenig an die frische Luft. Wenn Sie sich zu Hause verkriechen besteht die Gefahr, dass Ihre Emotionalität noch weiter ins Negative abgleitet und Sie sich in weiterer Folge nur noch sehr schwer zu Aktivitäten aufraffen können.


Nach einer Trennung ist es oft hilfreich, Dinge, die Sie an IhrenPartner erinnern, außer Sichtweite zu bringen. Packen Sie Fotos, Kleidungsstücke, Geschenke und Alltagsgegenstände, die Sie an den Partner erinnern in eine Kiste und verstauen Sie diese im Keller. Werfen Sie nicht in einer Kurzschlussreaktion alles in den Müll, Ihre gemeinsame Zeit ist auch ein Teil Ihres Lebens und in einigen Jahren freuen Sie sich vielleicht über Fotos und andere Erinnerungsstücke.


Die Trennung fällt Ihnen leichter, wenn Sie Ihren Partner nicht ständig sehen müssen und Abstand zu ihm gewinnen können. Wenn Sie noch eine gemeinsame Wohnung teilen, fahren Sie für ein paar Tage weg oder übernachten Sie übergangsweise bei Freunden oder Familie. Wehren Sie sich gegen den Impuls, ihn anzurufen, eine E-Mail oder SMS zu schreiben. Wenn Sie aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, packen Sie Ihre Sachen zusammen, wenn Ihr Partner nicht anwesend ist und lassen Sie die Sachen anschließend von Freunden oder einem Umzugsunternehmen abholen.

Wir sind die besseren Freunde.