Ebensowenig wie man den Tod verhindern kann, wenn man nicht an ihn denkt, kann man eine Partnerschaft retten, indem man die Augen schließt und gravierende Beziehungsstörungen einfach nicht zur Kenntnis nimmt.
Das, was am Beginn einer Partnerschaft unsere Urteilsfähigkeit trübt, ist nicht Liebe, sondern Verliebtheit. Liebe ist Glück, Verliebtheit ein Rauschzustand. Verliebtheit hat im Gegensatz zur Liebe die Tendenz zur Flüchtigkeit. Sie ist die spontane Schwester der Liebe.
Auch wenn man annimmt, dass Partnerschaften unter dem Einfluss der Verliebtheit spontan eingegangen werden, kann man unterstellen, dass sie in den meisten Fällen nicht leichtfertig, sondern nach langen, heftigen inneren und äußeren Kämpfen beendet werden. Sowohl am Beginn wie auch am Ende einer Beziehung stehen ja weit reichende existenzielle Veränderungen. Zweifel, Schuldgefühle und Ängste behindern daher die Entscheidung für oder gegen eine Fortsetzung der Partnerschaft.
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Kann ich mir ein erfülltes Leben ohne sie/ihn vorstellen?
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Habe ich meinerseits alles getan um der Beziehung noch eine Chance zu geben?
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Wie wird er/sie auf die beabsichtigte Trennung reagieren?
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Was wird aus den Kindern?
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Wo und wie werde ich wohnen?
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Wie sieht meine finanzielle Situation nach einer Trennung aus?
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Was bleibt von meinen sozialen Kontakten übrig?
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Was werden Familie, Freunde oder die Kollegen sagen?
Es ist wichtig zu realisieren, dass das Ende einer Partnerschaft nicht das Einbekennen eines persönlichen Scheiterns ist, sondern ein wichtiges Signal dafür, dass Sie die Verantwortung für Ihr Leben und Ihr Glück übernehmen.
Freunde und Familie werden Ihnen vielleicht bei dieser Entscheidung wichtige Ansprechpartner sein. Um aber die Konsequenzen einer Trennung bereits im Vorfeld abschätzen zu können und sich optimal auf diesen Schritt vorzubereiten, empfehlen wir Ihnen dringend rechtzeitig Unterstützung und Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen.