Fehlende Loyalität
Es kommt wiederholt zu Untreue, andere Prioritäten wie z. B. Beruf oder Hobby gehen immer vor, Ihr/e PartnerIn verbündet sich mit anderen (z. B. den Schwiegereltern) gegen Sie.
Geheime Pläne und einsame Entscheidungen
Wichtige Entscheidungen werden ohne Absprache mit dem Partner bzw. der Partnerin getroffen; Zukunftspläne werden geschmiedet, in denen Sie nicht vorkommen oder in denen Ihr/e PartnerIn keinen Platz hat.
Respektlosigkeit
Alle Formen des "zweiten Bildungsweges", bei denen eine/r versucht, den anderen zu verändern (“Lies doch mal ein Sachbuch!”), persönliche Entscheidungen für ihn zu treffen (“Ich habe dir Laufschuhe gekauft.”) oder wissen zu wollen, was für ihn/sie gut ist (“Ab heute essen wir kein Fleisch mehr.”) Auch entwertende Kritik gehört dazu (“Ich verstehe nicht, wie man an so etwas Spaß haben kann.”).
Kontrolle und Verunsicherung
Meinungen und Gefühle können nicht frei geäußert werden, weil eine/r Angst vor der Reaktion des anderen hat. Ein Partner kann eigenen Interessen nicht nachgehen, ohne dass der andere beleidigt ist, wütend wird oder versucht, Schuldgefühle zu erwecken.
Fehlender Humor
Gemeinsames Lachen entspannt, lockert verfahrene Standpunkte und reduziert Stress. Eine einfache Frage soll Sie zum Nachdenken bringen: Wann haben Sie zum letzten Mal mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin herzlich gelacht? (Kabarett oder Kino zählen hier nicht)
Stark unterschiedliche Lebensplanung
Wenn die eigenen Vorstellungen bezüglich relevanter Themen (Kinderwunsch, Religion, Karriere,...) wichtiger genommen werden als die Beziehung Ihrem Partner oder Ihrer PartnerIn und Kompromisse nicht möglich sind, ist die Partnerschaft gefährdet.
Mangel an Gemeinsamkeiten
Partnerschaften funktionieren nach dem Prinzip "Gleich und gleich gesellt sich gern". Wenn die Interessen der PartnerInnen zu sehr auseinander liegen, gibt es bald zu wenige Berührungspunkte, Themen über die man gerne spricht, Aktivitäten, die man mit dem/r PartnerIn teilen kann. Gegensätze ziehen sich nur in ganz wenigen Bereichen einer Partnerschaft wirklich an. So harmonieren eine dominierende und eine zurückhaltende Person weitaus besser, als zwei bestimmende PartnerInnen.
Körperliche Distanz
Wenn Sie Ihre/n PartnerIn nicht mehr gerne riechen, kaum seine Nähe suchen und ungern Zärtlichkeiten austauschen, kann das ein wichtiger Hinweis auf Störungen in der Beziehung sein, die vielleicht noch nicht bewusst sind (“Eigentlich sollte ich glücklich mit ihm/ihr sein, aber wenn er/sie mich berührt ...”)
Wenn Sie mehrere dieser Warnhinweise in Ihrer Beziehung entdecken, versuchen Sie behutsam ein offenes Gespräch zu führen, in dem Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Besorgnis darüber ausdrücken. Ob und wie Ihr/e Partner/in auf diese Gesprächswünsche reagiert (“Was du schon wieder hast!”, “Wenn dich das stört, ist das dein Problem”) ist mitunter ein deutliches Warnzeichen für die Beziehung.
Wenn gemeinsame Gespräche über wichtige Punkte nicht möglich scheinen, können Sie sich professionelle Unterstützung in der Partnerschaftsberatung holen.